Switzerland

10'000 lassen sich schon tracken: Corona-App zum Download ist keine Panne

Eigentlich steht die Schweizer Corona-App «Swiss Covid» für die breite Bevölkerung erst ab Ende Juni zur Verfügung. Bis dahin soll sie von einem auf 15'000 Menschen begrenzten Nutzerkreis getestet werden.

Dabei handelt es sich um Armeeangehörige im Dienst, Angestellte im Gesundheitswesen und verschiedene Beamte bei Bund und Kantonen. Zudem ist der Quellcode öffentlich einsehbar, sodass Hacker die App ebenfalls auf Sicherheitslücken prüfen können.

Bei Google schon zum Download parat

Der Testphase zum Trotz können Android-Handybesitzer die Swiss Covid im Google Play Store dennoch schon herunterladen. Gestern Montag wurde sie dort aufgeschaltet. Keine Panne, wie das federführende Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf BLICK-Anfrage sagt: «Die Pilot-Version der Swiss-Covid-App für Android wird den Pilot-Teilnehmenden über den Google Play Store zum Download bereitgestellt», so Gregor Lüthy, Abteilungsleiter Kommunikation und Kampagnen. «Es ist die Voraussetzung, um die Anonymität der Teilnehmenden sicherzustellen.» Das bringe es aber mit sich, dass auch andere Interessierte die App downloaden und nutzen können. «Dies war uns bewusst und beeinträchtigt die Ziele der Pilot-Phase nicht.»

Die App erfreut sich jedenfalls grosser Beliebtheit: Bis Dienstagnachmittag luden sie bereits 10'000 User herunter. Und auch fürs iPhone steht die App zum Download bereit – mit einem kleinen Trick. Dafür muss der User zuerst die iOs-App Testflight downloaden und dann diesen Link klicken.

Das BAG freut sich über das Interesse. Lüthy warnt aber auch: «Die Pilot-Phase hat zum Ziel, allfällige technische Mängel und Probleme in der Benutzbarkeit sowie der medizinischen Prozesse aufzudecken. Dies muss denjenigen bewusst sein, die die App ausserhalb des offiziellen Piloten nutzen.»

App soll dem Virus zu Leibe rücken

Die App soll helfen, das Coronavirus weiter einzudämmen, indem Infizierte erkannt und mögliche Infizierte gewarnt werden. Erkrankt eine Person an Corona, erhält sie von ihrem Arzt einen Code, den sie eintippt. In der Folge werden alle Anwender der App gewarnt, die sich in den letzten zwei Wochen in der Nähe der infizierten Person aufgehalten haben – und aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben oder einen Arzt aufzusuchen.

Die individuellen Bewegungsdaten werden aber nur auf dem Smartphone gespeichert – und sollen so vor Missbrauch geschützt sein. Die App ist einsatzbereit – doch weil das Parlament letzte Woche entschieden hat, dass für eine Anwendung eine Gesetzesänderung nötig sei, ist ein grossflächiger Einsatz derzeit noch nicht möglich. (sf)

So funktioniert die Corona-App

DP3T ist eine von der EPFL und der ETH Zürich initiierte App, die helfen soll, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen. So funktioniert die App: Erkrankt eine Person an Covid-19, erhält sie von ihrem Arzt einen Code, den sie eintippt. In der Folge werden alle Anwender der App gewarnt, die sich in den letzten zwei Wochen in der Nähe der infizierten Person aufgehalten haben – und aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben oder einen Arzt aufzusuchen. Im Zentrum des Projekts steht der Datenschutz: Die individuellen Bewegungsdaten werden lokal auf dem Smartphone gespeichert – und sollen so vor Missbrauch geschützt sein. Die App ist einsatzbereit – doch weil das Parlament letzte Woche entschieden hat, dass für eine Anwendung eine Gesetzesänderung nötig sei, ist ein grossflächiger Einsatz derzeit noch nicht möglich.

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